Oberstdorf, 30.09.2006 - Ein sicher gestandener vierfacher Toeloop hat dem Tschechen Tomas Verner den Gewinn Nebelhorn-Trophy eingebracht. Der beste deutsche Eiskunstläufer war in Obersdorf nur Zuschauer.
Der Tscheche Tomas Verner hat die Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf gewonnen. Mit einem exzellenten vierfachen Toeloop stand er eine Höchstschwierigkeit im Eiskunstlauf und bekam am Freitag von den Preisrichtern gute 194,46 Punkte. Zweiter wurde der Amerikaner Parker Pennington (187,82) vor dem Kanadier Vaughn Chipeur (167,04). Der Berliner Clemens Brummer wurde mit 154,18 Punkten Sechster, sein Vereinkamerad Martin Liebers beendete den Sommer-Wettbewerb mit 153,14 Punkten auf Rang acht.
Der nach einer Virusinfektion geschwächte fünfmalige deutsche Meister Stefan Lindemann erlebte den Wettbewerb im Allgäu nur als Zuschauer, weil er sich von einem Spezialisten in Isny untersuchen ließ. «Ich habe diese Woche schon besser trainiert, es geht langsam aufwärts», sagte der Erfurter.
Für die einzigen beiden Grand-Prix- Starts Ende Oktober/Anfang November machte er sich noch Hoffnungen auf die Teilnahme. Der ehemalige WM-Dritte Lindemann war vor der Saison von Erfurt nach Berlin gewechselt, um nach dem verkorksten Olympia-Winter neue Impulse zu bekommen. «Ich fühle mich sehr wohl in Berlin, die Trainings-Gruppe ist gut», sagte der 25-Jährige.
Seine Trainingskameraden Brummer und Liebers zeigten international noch keine konkurrenzfähigen Leistungen. Beiden fehlt der dreifache Axel, ohne den man in der europäischen Spitze chancenlos ist. «Wir hoffen, dass es Stefan Lindemann bald besser geht, er muss das Training langsam steigern, mit Gewalt geht es jetzt nicht», sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Nach dem Karriere-Ende des Europameisterschafts-Achten Silvio Smalun hat der Verband neben Lindemann keinen Läufer, der in Europa in die Top Ten laufen kann.
Quelle: netzzeitung
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