Oberstdorf, 06.01.2005 - Die Internationale Eislauf-Union ISU führt zur vorolympischen Saison 2004/2005 das neue Wertungssystem im Eiskunstlauf verbindlich ein. Neben dem bis zu den Weltmeisterschaften 2004 verwendeten Wertungssystem, das jetzt als "6,0 SYSTEM" seinen Platz in der Historie erhält, wurde parallel ein neues Wertungssystem entwickelt, das den Arbeitstitel "NEW JUDGING SYSTEM" oder kurz "NJS" hatte.
(Quelle: DEU)
Das "New Judging System" gilt als Reaktion der internationalen Eislauf-Union (ISU) auf den Preisrichter-Skandal bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City. Damals war eine französische Preisrichterin unter Druck gesetzt worden, für die russischen Paarlauf-Olympiasieger zu stimmen.
Zunächst führte der internationale Verband ein Computer-Zufallsprogramm ein, das aus 14 Kampfrichter-Urteilen nur neun mit in die Wertung nimmt. Eine Weiterentwicklung ist das "New Judging System", das im diesem Winter in der Grand-Prix-Serie getestet wurde.
Dabei fällt die traditionelle Höchstnote 6,0 weg. Stattdessen werden nun viele Wertungen zu einer Gesamtnote addiert - so dass auch Rekorde möglich werden. Wie bei dem Übergangssystem bleiben die Preisrichter anonym.
(Quelle: ARD Sport)
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